Zwergrauhaarteckel von den Argoatjägern FCI, züchten aus Leidenschaft

Begleithundeprüfungen (BHP und BHP-S) erklärt

Gismo

Die sogenannte BHP wird innerhalb des DTK vorbereitet und durchgeführt. Jeder sollte mindestens die BHP 1 ablegen, damit ist sichergestellt, dass Sie und Ihr Teckel sich jederzeit souverän in der Öffentlichkeit bewegen können.


Bei Zuchthunden ist die BHP1 (vorher war es der Wesenstest) Voraussetzung für die Zuchtzulassung. Es soll sichergestellt werden, dass der Hund nicht ängstlich oder aggressiv ist. Darüber sagt das erlernte Verhalten allerdings nichts aus, der Wesentest war sinnvoller.


Sie können die BHP-Teile (1, 2, 3) separat ablegen oder in einem Block, das ist natürlich schwieriger und heisst dann BHP-G (für Gesamt).


Bild Links: Gismo hat den Pokal für die beste BHPS-G geholt.

Begleithundeprüfung (BHP)

BHP 1: Gehorsam

Führigkeit

Der Hund läuft an Ihrer Seite, ohne an der Leine zu ziehen. Zusammen gehen Sie um Hindernisse, er springt über einen kleinen Stamm o.ä. Ausserdem muss der Teckel ca. 30 Meter frei bei Fuss gehen und angeleint kreuz und quer durch eine Menschenansammlung (mindestens sechs Personen, einige davon mit Hund), wobei er letztendlich am Fuß des Hundesführers stehen oder sitzen bleibt.


Folgsamkeit

Sie lassen den Hund einige Zeit frei laufen (Entfernung ca. 30 - 50 m). Trennt sich der Hund nicht von Ihnen, können Sie auch mit dem freilaufenden Hund zu einem markierten Punkt in ca. 50 m Entfernung gehen. Der Hund bleibt sitzen und Sie kommen zum Ausgangspunkt zurück. Das Hereinkommen des Hundes kann mit und ohne Halt gezeigt werden. Ohne Halt: Auf Hör- oder Sichtzeichen hat der Hund zügig zu Ihnen zu kommen und sich nicht mehr zu entfernen. Mit Halt: Der hereinkommende Hund soll ca. 20 m vor Ihnen auf Hör- oder Sichtzeichen Halt machen und wird dort abgeholt.


Ablegen

Der Hund wird abgelegt (er darf auf einer Decke oder einer anderen Unterlage liegen). Sie entfernen sich ca. 50 m und behalten Sichtkontakt. Der Hund darf den Kopf hochheben oder sich setzen, jedoch den Platz nicht weiter als maximal einen Meter verlassen. Gibt er anhaltend Laut, winselt ständig, verlässt den Platz oder zieht an der Leine, wird er ausgeschlossen. Während der Ablegezeit (5 Minuten) geht der Prüfungsleiter oder ein Helfer mit einem angeleinten, nicht an der Prüfung teilnehmenden Hund in einer Entfernung von ca. fünf Metern an den abgelegten Hunden vorbei.


Verhalten bei Geräuschen

Zur Prüfung des Verhaltens bei Geräuschen bewegt sich der Hund frei von der Leine, mindestens 10 m von Ihnen entfernt, im Gelände. Der Prüfungsleiter oder ein Helfer schlägt kräftig mit einem Metallhammer (Abstand zum Teckel ca. 10 m) gegen ein hängendes Stahlrohr. Hunde, die Angstreaktionen zeigen, werden nach 30 Minuten nochmals geprüft. Reißt der Hund auf den Lärm hin aus oder versucht sich zu verkriechen, hat er die BHP 1 nicht bestanden.


Verhalten gegenüber Menschen

Zur Prüfung des Verhaltens gegenüber Menschen legen Sie den Hund frei bei Fuß ab und verharren mit ihm zusammen an einem Punkt. Mindestens 6 Menschen bewegen sich sternförmig bis unmittelbar auf Sie beide zu. Sie gehen langsam und ohne Drohgebärden. Sie entfernen sich wieder und gehen zum zweiten Mal schnell, energisch und unter Händeklatschen auf Sie und den Hund zu. Der Hund soll sich Menschen gegenüber ruhig und gelassen zeigen. Der Hund darf den Kreis verlassen ohne Fluchtreaktionen zu zeigen.


Verhalten im Straßenverkehr

Zur Prüfung des Verhaltens im Straßenverkehr gehen Sie mit dem Hund an lose hängender Leine auf dem Gehweg einer normal befahrenen Straße. Ein Radfahrer überholt in geringem Abstand mit Klingelzeichen. Ein Fußgänger kommt Ihnen entgegen und spannt in Höhe des Hundes einen Regenschirm auf. Er fragt Sie etwas anhand einer mitgeführten Zeitung. Auf Anweisung des Prüfungsleiters überqueren Sie mit dem angeleinten Hund die Straße. Vor dem Überqueren muss der Hund deutlich anhalten oder sich setzen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite gehen Sie mit dem Hund wieder zurück und überqueren die Straße zum zweiten Mal.Den Fußgängern und dem Fahrverkehr gegenüber soll sich der Hund gelassen und ruhig verhalten, er soll Ihnen aufmerksam und willig folgen.

BHP 2: Führersuche und Warten

Führersuche

Sie laufen im offenen Gelände oder in einem Altholzbestand eine ca. 300 m lange Spur mit zwei rechtwinkligen Haken. Der zu prüfende Hund wird von einem Helfer gehalten und darf Sie nicht beobachten. Unmittelbar nachdem Sie die Spur gelaufen sind und sich versteckt haben, wird der zu prüfende Hund vom Richter am Spurbeginn angesetzt. Der Hund hat die Fährte frei und zügig auszuarbeiten und muss Sie finden.


Warten

Der Hund muss vor einem Gebäude warten. Dazu ist er vor dem Gebäude in der Nähe des Eingangs anzuleinen. Sie begeben sich in das Gebäude ausser Sicht des Hundes. Der Hund hat fünf Minuten unter Ablenkung durch Helfer ruhig auf seinem Platz zu warten.Folgende Ablenkungen sind zu prüfen: Jogger, Radfahrer, Mensch mit Hund. Zeigt er aggressives Verhalten, gibt er Laut, winselt ständig oder zerrt an der Leine, so hat er die BHP 2 nicht bestanden.


BHP 3: Wasserfreude

Zur Prüfung der Wasserfreude wird ein beliebiger, schwimmfähiger Gegenstand von Ihnen mindestens 6 – 8 m weit in tiefes, stehendes Wasser geworfen. Der Hund soll freiwillig den Gegenstand bis zum Ufer holen. Die einmalige Wiederholung und Ihr Zuspruch sind gestattet. Verläuft auch der zweite Versuch negativ, ist die Wasserfreude nicht bestanden.

BHP-G: Begleithundeprüfung gesamt

BHP-1, 2 und 3 werden am gleichen Tag, hintereinander abgelegt und wurden auch als BHP-G angemeldet. Fällt der Hund bei einer der Prüfungen durch, ist die BHP-G nicht bestanden. Werden die Prüfungen separat angemeldet und alle wurden bestanden, ist es trotzdem nicht die BHP-G, sondern BHP-1, 2 und 3.


Fazit zur BHP

Das gemeinsame arbeiten mit dem Hund macht viel Spass, wobei manche Hunde erst einmal ein wenig älter sein müssen damit es klappt, als Junghunde machen sie nur Dummheiten und sind nicht in der Lage zu lernen.

Erschwerte Begleithundeprüfung (BHPS)

BHPS 1: Erschwerter Gehorsam


Warten im Auto

Sie fahren mit Ihrem Auto vor, steigen aus und entfernen sich ca. 10 Schritte, die Autotür bleibt geöffnet. Sichtverbindung zum Hund darf bestehen. Der Hund bleibt im Auto und muss 3 Minuten bei offener Tür (oder Klappe) warten. Ein Helfer mit einem Hund geht in einer Entfernung von ca. 5 m am Auto vorbei. Der Hund soll sich ruhig verhalten.


Verhalten in der Menschengruppe

Sie gehen mit dem Hund frei bei Fuß durch eine Menschengruppe (nicht Spalier) von wenigstens sieben Personen, davon einige mit Hund. Die Personen werden links und rechts umgangen (etwa in Form einer Acht). Sie halten neben einem zweiten Hundführer mit Hund an. Dann gehen Sie mit dem Hund weiter und lassen diesen in der Gruppe Sitz oder Platz machen. Sie gehen ohne Hund aus der Gruppe heraus, umgehen diese und holen den Hund wieder ab.


Gehorsam aus der Bewegung unter Ablenkung

Es werden zwei Hunde gemeinsam geprüft. Ein Hund wird frei in Sitz oder Platz gebracht, Sie stehen ca. 20 Schritte vom Hund entfernt mit dem Rücken zum Hund. Der zweite Hundeführer begibt sich mit Hund ca. 20 Schritte vom wartenden Hund entfernt in Grundstellung.Auf Anweisung des Richters gehen Sie mit dem frei bei Fuß gehendem Hund 10 Schritte geradeaus und lassen ihn ohne anzuhalten aus der Bewegung Sitz oder Platz machen, Sie laufen ohne Halt weitere 20 Schritte und drehen sich nun zu dem wartenden Hund um. Nach Aufforderung des Richters, gehen Sie zurück zu Ihrem Hund und holt diesen ab. Dann erfolgt der Wechsel.


Vorausschicken mit Halt

Sie begeben sich mit dem Hund in Grundstellung. Auf Kommando schicken Sie den Hund voraus. In einer Entfernung von mindestens 30 Schritten bringen Sie auf Kommando den Hund zum Halt, dabei kann er stehen, sitzen oder Platz machen. Auf Weisung des Richters wird der Hund abgeholt. Wie Sie ihn zum Halt bringen, ist Ihnen überlassen, Sie können rufen, pfeifen, Handzeichen geben.

BHPS 2: Suchen auf der Fremdspur

Auf einer Strecke von 300 m mit zwei möglichst rechtwinkeligen Haken soll der Hund an einer Suchenleine (6 m lang) auf einer von einem Helfer getretenen Spur drei Holzscheiben, max. 10 – 12 cm Durchmesser, verweisen oder aufnehmen. Der Helfer muss die Holzscheiben vor dem Legen der Spur mindestens 30 Minuten am Körper getragen haben. Der Helfer tritt die Spur wie vorgegeben und legt in etwa auf der Hälfte der Schenkel je einen Verweiserpunkt ab. Am Ende der Spur erwartet der Spurenleger das Gespann in der Deckung.


Mit der Suche wird begonnen, wenn der Spurenleger sich mit dem Prüfungsleiter/Helfer verständigt hat. Das Anlegen der Spur darf Hund und Hundeführer nicht einsehen.


Danach kann die Suche durch den Hund sofort begonnen werden. Der Richter mit dem spurkundigem Prüfungsleiter oder Helfer folgen Ihnen im angemessenen Abstand.


Kommt der Hund mehr als 30 m ab, ist er abzurufen. Auf der Spur darf der Hund 1 x abkommen. Die Spurarbeit muss nach 20 Minuten beendet sein. Um die Prüfung zu bestehen, müssen zusätzlich mindestens zwei Verweiserpunkte mitgebracht werden. Jeder zu prüfende Hund hat eine frische Spur zu arbeiten.

BHPS 3: Bringen

Ein beliebiger Bringgegenstand (kein Wild) wird von einem Helfer im Feld oder im Wald 200 m weit an einer kurzen Leine nachgezogen. Die Schleppspur hat zwei rechtwinkelige Haken und am Ende wird der Bringgegenstand abgelegt.


Der Helfer geht in der Nähe des Apportels in Deckung. Danach wird der Teckel am Spurbeginn angesetzt und hat die Spur selbständig auszuarbeiten und soll den Bringgegenstand freudig zu Ihnen zurückbringen. Er darf höchstens drei Mal angesetzt werden. Ein sauberes Ausgeben wird nicht verlangt.

Diese Website nutzt Cookies. Lesen Sie unsere  Datenschutzerklärung für Details.

OK